Berliner Ehrenamt goes digital – Bedürfnisse und Wünsche wachsen mit

Viele Berliner Vereine, Initiativen und Non-Profit-Organisationen haben sich während der Pandemie neu aufgestellt und versucht, digitale Wege in der Organisation und Kommunikation zu erproben. Umso größer ist aktuell der Wunsch nach mehr Unterstützung bei Digitalthemen, denn Herausforderungen gibt es weiterhin viele. Um darauf mit neuen Angeboten reagieren zu können, hat Digital Vereint eine Umfrage durchgeführt. Die Ergebnisse teilen wir hier.

Soziale Medien und Videotelefonate sind seit 2020 für die meisten von uns, egal wie alt und mit welchem Digital-Background, keine Fremdworte mehr. Auch im Vereinsalltag hat die Corona-Pandemie dazu geführt, dass moderne technologische Möglichkeiten in die tägliche Arbeit und Angebote integriert und diese dadurch zugänglich für viele wurden. Aber auch unabhängig vom Infektionsgeschehen kommt genau das vielen Menschen zugute, seien es Menschen mit Behinderung, mit Kindern oder ältere Personen.

In der Digital-Vereint-Umfrage hat uns dieses Jahr deshalb wieder besonders interessiert, was Berliner Vereine, Initiativen und Non-Profit-Organisationen auf dem Weg zu mehr Digitalisierung weiterhin benötigen und welche Wünsche es für die Zukunft gibt. Außerdem wollten wir wissen, welche Themen besonders spannend sind und was in unserem Angebot vielleicht noch fehlt.

Die Ergebnisse der diesjährigen Umfrage

Eine der aktuell größten Herausforderungen in der täglichen Arbeit und im ehrenamtlichen Engagement ist laut Umfrage noch immer eher analoger Art. So benennen jeweils mehr als die Hälfte der Befragten vor allem fehlende Zeitressourcen und fehlendes Personal, Ehrenamtliche oder Freiwillige, als große Schwierigkeit. Zugleich hat sich gezeigt, dass digitale Technologien auch hierbei helfen, weil sie Teilnahmehürden verringern und Anfahrtswege ersparen. Gerade deshalb wünscht sich der Großteil der Befragten in Zukunft mehr zum Thema Onlinewerkzeuge zur Arbeitserleichterung. Bei über zwei Drittel der Befragten gibt es außerdem weiterhin einen hohen Bedarf an Workshops und Coachings zu Digitalthemen, um das Vereinsleben besser und funktionaler gestalten zu können.

Pandemie befördert Digitalkultur: Soziale Medien werden immer relevanter

Fast alle Teilnehmenden der Umfrage nutzen seit der Corona-Pandemie in ihren Arbeitsbereichen häufiger digitale Werkzeuge wie etwa Videokonferenztools. Zugleich hat ungefähr ein Drittel der Befragten weiterhin Bedarf, noch mehr über die Nutzung von Onlinetools zu erfahren. Dass digitale Werkzeuge auch eine echte Hilfestellung bei der täglichen Arbeit sein können, zeigt sich darin, dass mehr als drei Viertel der Befragten soziale Medien bereits für die strategische Kommunikation einsetzen. Die bisher meistgenutzten Social-Media-Netzwerke sind laut Umfrageergebnissen Instagram, Facebook und YouTube.

Weiterhin großes Interesse an Online-Workshops und -weiterbildungen

Besonders Online-Workshops und -weiterbildungen sind bei Ehrenamtlichen laut unserer Umfrage ein großes Thema: In den letzten zwei Jahren haben fast drei Viertel an mehr als sechs solcher Veranstaltungen pro Jahr teilgenommen, also im Schnitt mindestens alle zwei Monate einen Online-Workshop besucht. Knapp ein Sechstel hingegen hat bisher allerdings auch noch nie an einer Online-Fortbildung teilgenommen. Im Hinblick auf zukünftige Angebote bekundeten die meisten großes Interesse an Workshops zu den Themen Social Media und Öffentlichkeitsarbeit, Open-Source als Strategie für gemeinnützige Organisationen sowie Fördermittelakquise.

Der Digital-Vereint-Newsletter als beliebtester Informationskanal

Schon in der letzten Umfrage von Digital Vereint wurde danach gefragt, über welche Kanäle Berliner Vereine, Initiativen und Non-Profit-Organisationen am liebsten über die Angebote von Digital Vereint informiert werden möchten. Damals wurde von der Hälfte der Befragten ein eigener Digital -Vereint-Newsletter gewünscht – der daraufhin ins Leben gerufen wurde. Nun zeigt sich: Der Newsletter ist mit Abstand der beliebteste Kanal für Neuigkeiten von Digital Vereint.

Insgesamt hat die Umfrage gezeigt, dass der Bedarf an Unterstützung in Sachen Digitalisierung auch nach der vorläufigen Überwindung der Corona-Pandemie weiterhin groß ist. Gleichzeitig konnte Digital Vereint bis jetzt ein hohes Maß an Hilfestellung leisten. Die Ergebnisse der Umfrage helfen auch in Zukunft dabei, noch besser auf die aktuell bestehenden Bedürfnisse eingehen zu können und die Plattform zu optimieren. Vielen Dank für eure Einsichten – keep them coming!

Umfrage: Eure Meinung ist uns wichtig!

Wir möchten, dass diese Plattform und alle Angebote rund um Digital Vereint so gut wie möglich für euch funktionieren. Uns interessiert: Welche Themen sind euch besonders wichtig, was wünscht ihr euch in Zukunft und wie können wir unsere Inhalte noch nutzer:innenfreundlicher gestalten?

Deshalb freuen wir uns, wenn ihr euch ein paar Minuten für das Ausfüllen unserer Umfrage nehmt. Wir sind gespannt auf euren Input!

Hier geht´s zur Umfrage.

Recap Barcamp Sommerfest

Tim Vallée arbeitet im Bereich Forschung & Projekte beim iRights.Lab und ist Jurist und Politikwissenschaftler. Er ist besonders interessiert an Fragen des guten Lebens und wie wir den Menschen die Teilhabe ermöglichen können - im Kleinen wie im Großen. Dabei interessiert ihn besonders die Bedeutung des öffentlichen Raums.

An unserem diesjährigen Sommerfest hielt Tim Vallée einen Impulsvortrag über die Veränderungen, die die Digitalisierung in unserer Gesellschaft auslöst. Wie verändert sich dadurch der Staat, unsere Arbeitsweisen sowie unsere Kommunikation und Zwischenmenschlichkeit? Die für ihn drängende Frage ist dabei jedoch: Wie können diese Veränderungen gemeinwohlorientiert sein?

Das Video dazu findest du hier.

Workshopaufzeichnungen

Schon gewusst? Die meisten unserer Workshops stehen als Videoaufzeichnung zur Verfügung. Solltet ihr es nicht zu den Workshops geschafft haben, könnt ihr diese so im Nachgang anschauen.

Energetisch, musikalisch, chaotisch

Vereinsportrait: Die Jazz-Big Band Omniversal Earkestra spielt ohne musikalische Leitung und Hierarchien. Dieses Konzept zieht sich auch in digitalen Fragen fort.